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 Der Lärm ist infernalisch. Jeder kleinste Gasstoß wird quittiert von einem haarsträubenden Geräusch, das der filmverwöhnte Mensch auch als „auseinanderbrechender Ozeanriese in schwerer See mit spitzen Schreien eingeschlossener Hostessen“ beschreiben könnte, bislang nur von Hollywood akustisch eindrucksvoll inszeniert. Doch dieses metallische Reißen, Pressen und Scheuern stammt diesmal nicht aus Kalifornien, sondern aus der sonst so braven Schweiz. Kein Action-Regisseur ist für dieses Spektakel verantwortlich, sondern der Maschinenbauer Rolf Wyss (38). Und der Sound kommt nicht aus dem Bauch eines imaginären Filmdampfers, sondern aus den Tiefen eines ganz realen Supersportwagens. Der heißt Leblanc Caroline GTR und ist die wohl extremste Schweizer Erfindung seit Jodeln und Käsefondue. (...)
Daß dieses Auto tatsächlich auf den sonst so reglementierten Schweizer Straßen fahren darf, muß entweder an Wyss’ Charme liegen oder aber an den schwachen Nerven des prüfenden Beamten, der nach kurzer Probefahrt für den vorzeitigen Ausstieg wohl sein letztes Hemd gegeben haben könnte. Was Wyss da auf die Räder gestellt hat, ist nicht weniger als ein lupenreiner Le-Mans-Rennwagen, der seine Straßenzulassung in der nationalen Lotterie gewonnen haben muß: 785 Kilo leicht, 512 PS stark.
  
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