Modernes Motorama
Das waren noch Zeiten, als General Motors mit den Autos zu den Interessenten kam und nicht andersherum. Sechs mal startete ein großer GM-Tross zwischen den Jahren 1953 und 1961 zu gigantischen Road-Shows. Im Gepäck - neben Beispielen aus dem aktuellen Portfolio - atemberaubende Show-Cars und Design-Studien, insgesamt mehr als 50 Stück. Der Titel des Spektakels: Motorama. Jetzt haben es die Veranstalter der Concours d'Elegance
im kalifornischen Pebble Beach geschafft, gut ein Drittel dieser Pretiosen aus Privat- und Konzernbesitz auf den Nobel-Golfplatz um das berühmte Loch 18 zu versammeln.
Auto-Klau in China
Schwer zu beurteilen, ob es ein Kompliment ist an das Konzept oder schlicht eine Frechheit. Vielleicht beides. Kaum wird das Winz-Auto Smart Fortwo seit Jahresanfang auf dem US-amerikanischen Markt angeboten, gibt es schon Kopien davon zu kaufen. (...)
Schnelle Schlitten

Niemand muß im Winter auf Tempo verzichten. Nicht mal derjenige, der sein Auto abmeldet, weil ihm das Risiko eines Blechschadens zu groß ist – mit heißen Schlitten kann das nicht passieren. Ja, die Dinger mit Kufen zum Runterrasen und Band zum Hochziehen. Echte Rodel für den Wintersport. Bei Volkswagen haben wir uns für den teuersten Schlitten entschieden. Der kostet 110 Euro, heißt Snow Future und ist laut VW ein „gefederter Sportrodel mit gepolsterter Sitzfläche“. (...)
Mehr geht nicht

Ein Rennwagen für die Straße – schon seine Avisierung löst mal wieder wohlige Schauer aus. Und nun ist er – nach vielen Ankündigungen – endlich zum ersten vollständigen Test da: der MG XPower SV-R. Die Schmetterlinge im Bauch sind vollbeschäftigt. Spürbar vibriert der geflügelte schwarze Autobahnschreck nach dem Anlassen. Und das bleibt auch beim Fahren so – nachdrücklich, kraftstrotzend, gewaltig. Wie auf einer Fähre – wenn man den Körper an den Stahl lehnt und tief unten im Rumpf die dicken Diesel wummern. (...)
Mission Apollo

Apollo 2 und 3 wurden ersatzlos gestrichen. Apollo 4 und 5 düsten ohne Piloten los. So gesehen stand die Mission Apollo – das Mondlandeprogramm der National Aeronautics and Space Administration (kurz NASA) – an seinem Anfang in den 60er Jahre unter keinem guten Stern. Das stört Roland Gumpert kein bißchen. Sonst hätte der 60 Jahre alte ehemalige Audi-Sportchef nicht vor rund eineinhalb Jahren die Geschäftsführung der Sportwagenmanufaktur Altenburg GmbH übernommen, die das Projekt Apollo An-
fang des Jahrtausends angeschoben hatte. (...)
Der Triumph der Perfektion
"Kleinkram", sagt Max Fluckinger, bohrt mit dem Finger im Kohlefaser-Riß und streift sichwie ein Arzt vor der Operation dünne Gummihandschuhe über. Ein häßlicher schwarzer Kreis, der die bunten Benetton-Farben auf der zerstörten linken Seite von Michael Schumachers Renn-Boliden verunziert, verrät die Ursache des Schadens: Der Kautschuk-Rest stammt von den Reifen. Hier traf Damon Hill mit dem rechten Vorderrad seines Williams-Renault in der 46. Runde des Grand Prix von Silverstone die Flanke von Schumachers Benetton B195. Die Folgen sind bekannt: Schumachers schärfster Verfolger und der Weltmeister landeten neben der Piste. (...)
