Quer durch den Schnee
Der Bentley Arnage hat den Japaner voll im Griff. Wild kreiselnd dreht sich das 2,5 Tonnen schwere Auto mit dem leichten Asiaten übers Eis, die edlen Stoßfänger nur knapp am harten Schneerand vorbei.
Der Mann scheint noch nie die immense Kraft von 875 Newtonmetern Drehmoment auf der Hinterachse gezähmt zu haben. Sein Jauchzen beweist zudem, dass er die Sache nicht besonders ernst nimmt. Ganz anders sein Beifahrer. Der deutsche Instruktor Guido Heesen schaut sich das Spektakel eine Minute lang an, um dann – auch aus Angst um drohende Wagenwertminderung – den Asiaten freundlich, aber bestimmt aufzufordern, das einst 270 000 Euro teure Auto zu verlassen: „Manche Teilnehmer denken, das hier sei eine reine Spaßveranstaltung.
Außer Konkurrenz

Es klingt, als hätte VW bei der Modernisierung des Bentley-Werks in Crewe die Erneuerung der Pausentröte vergessen: Punkt 15 Uhr krächzt es durch die Hallen wie aus einem rostigen Klaxon-Horn – it’s tea-time. Volkswagen hat in der ehemaligen Rolls-Royce- und Bentley-Heimat (siehe Kasten Seite 11) deutsche Gründlichkeit und japanische Fertigungsmethoden eingeführt. Aber die urenglische Teepause, die haben sie den Briten gelassen. (...)