Neue Horizonte für Jaguar
Was fällt Ihnen ein, wenn Sie an Jaguar denken? Rassige Vorkriegssport- wagen?Die schönste automobile Versuchung aller Zeiten namens E-Type? Niedrige Gürtellinien, Doppelscheinwerfer, der Automatikwählhebel in der J-förmigen Schaltkulisse? Uns geht es ganz genauso. Kurz: Wir alle verfallen in Nostalgie. Das ist nicht gut fürs Geschäft. Vor allem dann nicht, wenn die Konkurrenz (besonders aus Stuttgart und München) mit modernsten Produkten punktet. Deshalb zieht Jaguar selbst die Notbremse: „No more heritage“, heißt die Devise – fürs Design herausgegeben von Designchef Ian Callum und gegen eine Menge Widerstand aus dem Management durchgedrückt.
Unter Brüdern

Sir William Lyons: „Hallo, Roger. Wie geht’s dir? Hey, und was ist das?“ Roger Williams: „Danke, mir geht’s prächtig. Und du solltest wissen, was das ist. Es ist einer deiner ersten reinrassigen Sportwagen mit dem Namen Jaguar. 1938 auf die Straße gekommen. Erkennst du deinen eigenen zweisitzigen SS Jaguar 100 Roadster nicht mehr wieder?“ Lyons: „Sorry, aber wir stehen hier vor einem nagelneuen Auto des Jahres 2004. Und das heißt Suffolk SS100 Jaguar. (...)