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Paul pennt

Es ist 20.32 Uhr. Paul - wir nennen ihn mal so, vielleicht heißt er auch ganz anders - hat sich eingerollt auf dem Sofa. Das Möbelstück steht auf einem alten Lastwagenanhänger. Und der ist am Brünnchen postiert. Ein Kult-Ort für Zuschauer in der Grünen Hölle - der Altar ist ein Asphalt-Band.

Keine Ahnung, wie lange Paul da schon seinen Rausch ausschläft. Seit gut fünfeinhalb Stunden jagen 217 Autos über die Rennstrecke - Fiat 500 gegen Porsche GT3, Fiat 500 gegen Gumpert Apollo Hybrid, Opel Manta mit Fuchsschwanz an der Antenne gegen Aston Martin DBRS9, Seat Leon Supercopa gegen Lamborghini Gallardo, Issigonis' Mini gegen Hackenbergs VW Scirocco. Lärm wie bei McDonalds zur Mittagszeit. Vielleicht hat Paul schon den Start um 15 Uhr verschlafen. Wie andere auch. Hier liegen bereits jetzt so viele Pfandflaschen auf dem Waldboden, dass von dem Erlös eine Familie nach Mallorca reisen könnte.

 

Modernes Motorama

Das waren noch Zeiten, als General Motors mit den Autos zu den Interessenten kam und nicht andersherum. Sechs mal startete ein großer GM-Tross zwischen den Jahren 1953 und 1961 zu gigantischen Road-Shows. Im Gepäck - neben Beispielen aus dem aktuellen Portfolio - atemberaubende Show-Cars und Design-Studien, insgesamt mehr als 50 Stück. Der Titel des Spektakels: Motorama. Jetzt haben es die Veranstalter der Concours d'Elegance im kalifornischen Pebble Beach geschafft, gut ein Drittel dieser Pretiosen aus Privat- und Konzernbesitz auf den Nobel-Golfplatz um das berühmte Loch 18 zu versammeln.

Magisches aus Monterey

Ausnahmezustand in Monterey, Kalifornien: Aus den Tiefgaragen sprudeln moderne Maybäche, die Hotels sind mit Bentley und Rollis zugeparkt, und auf den Straßen röhren mehr Lamborghini und Ferrari als während des Werksverkehrs in der Gegend um Maranello. Kurz: Es ist ''Pebble Beach''-Wochenende.

Hier werden auf einem stadtnahen Golfplatz am Pazifik einmal im Jahr die edelsten Oldtimer prämiert, die teuersten Supersportwagen vorgestellt und mit die begehrtesten Klassiker verkauft. Wer Geld hat, zeigt es durch das Auto, das er fährt oder fahren will. Aber auch in Monterey selber ist der Teufel los, was bemerkenswerte Autos angeht.

Wo Geld keine Rolle spielt

Auf keiner Messe gibt es so viele exklusive Marken wie beim Autosalon in Genf. Aus gutem Grund: In der Schweiz wohnt das große Geld. Und dessen Besitzer legen ohne mit der Wimper zu zucken gerne mal 1,5 Millionen Euro für einen schwedischen Supersportwagen mit mehr als 1000 PS hin.

 

Eine Klasse für sich

Das Steinchen war vielleicht so groß wie ein halber Stecknadelkopf. Ein Stück Beton. Nur: Es lag nicht auf der Straße – sondern ich fand es in meinem linken Ohr. Ich dusche täglich. Deswegen gibt's nur einen Schuldigen: Der Simon Höckmayr war's. Sein HKT Seven RS Clubsport bewirft die Insassen aber nicht nur mit Dreck. In erster Linie versetzt der Wagen sie in höchstes Verzücken. Und pulverisiert nebenbei die bisherige Rekordmarke im Oschersleben-Rundenzeiten-Contest von AUTO BILD SPORTSCARS.

 

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