Formel Seven

Colin Chapman musste kaum überlegen, als er nach dem Design seines Lotus Seven gefragt wurde: „Das gehört zu der Sorte von Dingen, die man an einem Wochenende hinlegen kann.“ Vermutlich hat er wirklich nicht länger gebraucht, als er den Wagen Mitte der 50er in seinem Haus ersann. Es war ja auch kaum etwas dran außer vier Rädern, zwei Sitzen und einem Motor (siehe Spalte rechts). Ein geniales Konzept, das ein leichtes, sportliches Auto mit nur einem Auftrag garantiert: Spaß. (...)
Leichtes Spiel

Ja, ja, sie haben Fett angesetzt, die M3 und 911er dieser Welt. Kein Wunder: Wir selbst werden immer bequemer und fordern Komfort ohne Ende. Und wenn wir ihn nicht fordern, bieten ihn die Hersteller von selbst an, bis wir uns daran gewöhnt haben – und glauben, nicht mehr ohne zu können. Der wachsende Verkehr verlangt immer mehr passive Sicherheit, die Freizeitgesellschaft schreit nach immer mehr Entertainment. Ergebnis: Die Autos werden größer und schwerer. (...)
Außer Konkurrenz

Es klingt, als hätte VW bei der Modernisierung des Bentley-Werks in Crewe die Erneuerung der Pausentröte vergessen: Punkt 15 Uhr krächzt es durch die Hallen wie aus einem rostigen Klaxon-Horn – it’s tea-time. Volkswagen hat in der ehemaligen Rolls-Royce- und Bentley-Heimat (siehe Kasten Seite 11) deutsche Gründlichkeit und japanische Fertigungsmethoden eingeführt. Aber die urenglische Teepause, die haben sie den Briten gelassen. (...)
Vier gewinnt

Der Mann muß ziemlich begeisterungsfähig gewesen sein. David Brown, ein britischer Traktorenhersteller, wurde 1946 durch eine Anzeige in der „Times“ auf den klammen Autobauer Aston Martin aufmerksam. Daraufhin setzte er sich in das einzig verbliebene Firmenkapital, einen am 3. Dezember 1940 zugelassenen Viertürer namens Atom – und kurvte los. (...)