Quer durch den Schnee
Der Bentley Arnage hat den Japaner voll im Griff. Wild kreiselnd dreht sich das 2,5 Tonnen schwere Auto mit dem leichten Asiaten übers Eis, die edlen Stoßfänger nur knapp am harten Schneerand vorbei.
Der Mann scheint noch nie die immense Kraft von 875 Newtonmetern Drehmoment auf der Hinterachse gezähmt zu haben. Sein Jauchzen beweist zudem, dass er die Sache nicht besonders ernst nimmt. Ganz anders sein Beifahrer. Der deutsche Instruktor Guido Heesen schaut sich das Spektakel eine Minute lang an, um dann – auch aus Angst um drohende Wagenwertminderung – den Asiaten freundlich, aber bestimmt aufzufordern, das einst 270 000 Euro teure Auto zu verlassen: „Manche Teilnehmer denken, das hier sei eine reine Spaßveranstaltung.
Heiß auf Eis
Lautlos fällt der Pulverschnee vom Himmel. Zentimeterdick liegt er locker auf den Maschinen. Mit einem Tuch befreien wir Sitze, Handgriffe, Starterseile von der weißen Pracht, dann zerren wir am Seil, das den Anlasser aktiviert. Nach drei bis vier Versuchen erwacht der Zweitakter bei minus 20 Grad Außentemperatur knatternd und qualmend zum Leben. Mit dem Daumen ein bisschen Gas geben – schon ist das Skidoo MXZ 600 fertig zur Tour. Handschuhe an, Helm auf, rittlings auf das Snowmobil setzen – das Abenteuer kann beginnen. Moment – Snowmobil? (...)
Schnelle Schlitten

Niemand muß im Winter auf Tempo verzichten. Nicht mal derjenige, der sein Auto abmeldet, weil ihm das Risiko eines Blechschadens zu groß ist – mit heißen Schlitten kann das nicht passieren. Ja, die Dinger mit Kufen zum Runterrasen und Band zum Hochziehen. Echte Rodel für den Wintersport. Bei Volkswagen haben wir uns für den teuersten Schlitten entschieden. Der kostet 110 Euro, heißt Snow Future und ist laut VW ein „gefederter Sportrodel mit gepolsterter Sitzfläche“. (...)
Kein Winter-Märchen

Die Begeisterung für die eine oder andere unserer Lieblingsgeschichten hält sich bei vielen Kollegen im überschaubaren Rahmen. So auch hier. Der Plan war eigentlich ganz simpel: Wir wollten 100 Runden auf der Nordschleife des Nürburgrings nonstop fahren. Was ja eigentlich nichts Besonderes ist – jedenfalls nicht im Sommer. Da werden 24-Stunden-Rennen gefahren, und alle finden es toll. Aber Anfang Februar ist in der Eifel alles anders – besonders das Wetter. (...)